Zehnjähriger rennt über die Straße – und stirbt
(ty) Ein zehnjähriger Bub ist ums Leben gekommen, nachdem er gestern Nachmittag in Neuperlach über die Straße gelaufen war, ohne auf den Verkehr zu achten. Er wurde von einem Kleintransporter erfasst und dabei so schwer verletzt, dass er im Laufe der Nacht im Krankenhaus starb.
Gegen 16.20 Uhr wollte der Bub, der allein unterwegs war, den Karl-Marx-Ring überqueren – aus ungeklärten Gründen aber 30 Meter entfernt von einer ampelgeregelte Fußgängerfurt. Aufgrund einer gerade beendeten Rotlichtphase an der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Kurt-Eisner-Straße/Hugo-Lang-Bogen hielten auf der rechten Spur verkehrsbedingt noch Fahrzeuge. Das nutzte das Kind aus und rannte, ohne auf den Verkehr zu achten, auf die Fahrbahn. In der Zwischenzeit begann der Verkehr wieder zu rollen und eine anfahrende Autofahrerin sowie ein dahinter kommender Linienbus konnten gerade noch bremsen und einen Zusammenstoß verhindern.
Der Bub ließ sich dadurch aber nicht abschrecken und lief weiter. Auf der zweiten Geradeaus-Spur staute sich der Verkehr nicht und ein 65-Jähriger, der mit seinem Ford Transit auf dem Karl-Marx-Ring in nördlicher Richtung fuhr, konnte trotz Vollbremsung nicht mehr vor dem Kind halten. Der Bub kollidierte auf Höhe des Brust- und Kopfbereiches mit dem rechten vorderen Kotflügel des Ford und wurde durch die Wucht des Aufpralls zurückgeschleudert. Dabei erlitt er ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, eine Hirnblutung und eine Hirnschwellung und musste vom Rettungsdienst in ein Klinikum gebracht werden. Trotz Notoperation erlag er seinen schweren Verletzungen im Laufe der Nacht.
Hubschrauber rettet Fünfjährige aus der Isar
(ty) Ein 44-jähriger Familienvater war gestern gegen 17 Uhr mit seiner fünfjährigen Tochter in einem Schlauchboot von Wolfratshausen auf der Isar Richtung München unterwegs. Kurz vor der Grünwalder Brücke kenterte das Boot aus unbekannten Gründen und der Vater konnte sich mit seiner Tochter – beide trugen keine Schwimmwesten – zu einem Haufen Geäst retten, das sich in der Isar befand. Aufgrund der starken Strömung gelang es ihnen aber nicht, an das etwa vier Meter entfernte Ufer zu gelangen.
Kurz nachdem eine Polizeistreife die beiden Personen entdeckt hatte, trafen die Freiwillige Feuerwehr Pullach, die Berufsfeuerwehr München und der Rettungshubschrauber ein. Mittels einer Seilwinde wurde ein Retter vom Helikopter herabgelassen und konnte das fünfjährige Mädchen sichern und ans Ufer bringen. Der Vater gelangte dann selbstständig ans Ufer. Zum Glück blieben beide unverletzt; sie wurden von der Polizei nach Hause gebracht.
Warum traten die tödlichen Dämpfe aus?
(ty) Gestern kam es, wie berichtet, in der Kaikenrieder Straße in Teisnach im Kreis Regen zu einem tödlichen Betriebsunfall. Die Kripo Deggendorf hat in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Ein 54-jähriger Arbeiter aus dem Kreis Regen hatte vermutlich Schwefelgase eingeatmet, wurde bewusstlos und starb wenig später.
Gegen 14.30 Uhr entwichen aus einem sechs auf sechs Meter großen und drei Meter tiefen Schlammabsenkbecken Schwefeldämpfe. „Derzeit ist immer noch unklar, warum aus dem Schlammabsenkbecken in der Werkshalle giftige Schwefeldämpfe ausgetreten sind“, so ein Polizeisprecher. Der Leichnam des 54-Jährigen wird auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft heute Nachmittag im Institut für Rechtsmedizin in München obduziert.
Auf dem Werksgelände waren nach dem tödlichen Unfall zwischen 150 und 200 Einsatzkräfte aktiv. Vorsorglich wurde auch eine Gefahrendurchsage über die Rundfunksender veranlasst, als die Feuerwehrkräfte die Dämpfe aus dem Gebäude lüfteten. Es bestand jedoch deshalb keine Gefahrensituation. Die Kripo ermittelt nun mit Hochdruck. Heute setzten die Beamten der Kripo zusammen mit einem Gutachter des Landeskriminalamts, dem Gewerbeaufsichtsamt und dem Landratsamt die Ermittlungen an der Unglückstelle fort.
Geblendet: 89-Jährige radelt gegen Bahnschranke
(ty) Von der Sonne geblendet hat eine 89-jährige Frau aus Karlsfeld gestern Nachmittag eine Schranke übersehen und kam deshalb mit ihrem Fahrrad zu Sturz. Gegen 14.15 Uhr war die Rentnerin mit ihrem Drahtesel aus Richtung Münchner Straße kommend in eine kleine Nebenstraße neben der Allacher Straße eingefahren. Die Frau wurde dabei geblendet und erkannte nicht, dass sich vor ihr eine geschlossene Schranke befindet. Sie prallte mit dem Fahrrad gegen die Schranke und stürzte auf die Straße, wobei sie sich glücklicherweise nur leichte Verletzungen zuzog. Der Rettungsdienst brachte die 89-Jährige zur ambulanten Versorgung ins nahegelegene Ärztehaus.
Drei Verletzte bei Markt Indersdorf
(ty) Auf der Staatsstraße 2050 ereignete sich gestern früh zwischen Niederroth und Markt Indersdorf ein Verkehrsunfall, bei dem drei Personen verletzt wurden, eine davon schwer. Gegen 6.50 Uhr wollte ein 70-jähriger Münchner mit seinem VW kurz nach Niederroth von der Staatsstraße 2050 nach links in die Ortsverbindungsstraße nach Weyhern abbiegen. Dabei übersah er den entgegenkommenden Volvo eines 45-jährigen Indersdorfers. Trotz Vollbremsung konnte der Volvo-Fahrer einen Crash nicht mehr verhindern, worauf es nahezu zu einem Frontalzusammenstoß kam.
Durch den Aufprall wurde der VW gegen einen in der Einmündung haltenden Opel geschleudert, an dessen Steuer ein 56-Jähriger aus der Gemeinde Indersdorf saß. Während der Unfallverursacher sowie die auf dem Beifahrersitz sitzende Ehefrau mit leichteren Blessuren davonkamen, erlitt der 45-Jährige schwerere Verletzungen und musste ins Krankenhaus. Der Opel-Fahrer blieb unverletzt.
Brandstifter in Mehrfamilienhaus
(ty) Gestern früh, kam es im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Liebigstraße in Freising zu einem Schwelbrand an einem Holzverschlag. Es entstand geringer Sachschaden. Die Kripo ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung und bittet um Zeugenhinweise.
Gegen 7 Uhr bemerkte eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses Brandgeruch im Gebäude. Die verständigte Feuerwehr stellte im Kellerbereich einen bereits erloschenen Schwelbrand an einem Holzverschlag zur Kellerabtrennung fest. Für die etwa 20 Bewohner bestand keine Gefahr; es wurde niemand verletzt. Nach Feststellungen der Brandfahnder der Kripo dürfte das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein. Hinweise nimmt die Kripo unter Telefon (0 81 22) 96 80 entgegen.