Dorothea Dorrio y Lois findet es gut, dass in Pfaffenhofen das Konsumverhalten auf den Prüfstand gestellt und das Nachdenken darüber angeregt wird.
Eine Klimaschutz- und Nachhaltigkeits-Initiative aus Pfaffenhofen, hat sich – wie berichtet – zum Ziel gesetzt, die Plastikflut in der Kreisstadt zu stoppen. Dazu hat unsere Redaktion folgender Leserbrief erreicht:
Bei "Tante Emma" brauchte es all den Verpackungs-Plastikmüll nicht, denn nur Tante Emma durfte hinter ihrer Theke die offenen Waren anfassen, portionieren und dem Kunden einwickeln (in Papier) oder in vom Kunden mitgebrachte Gefäße legen, die oben auf die Theke gestellt, aber niemals hinter die Theke genommen wurden (Hygiene). Die Kunden verwendeten zu dieser Zeit auch noch keine Plastiktüten, sondern meist Körbe oder voluminöse Taschen. Erst mit dem Aufstieg der Supermärkte und dem Niedergang der Tante-Emma-Läden kam auch der Aufstieg dieser Platikmüllflut!
Weil eben nun jeder Kunde – egal ob gesund oder krank, egal ob mit gewaschenen oder ungewaschenen Händen – alle offene Ware anfassen konnte. Aus Hygiene-Gründen wurde ab da alles in Plastik eingeschweißt. Hinzu kam, dass es für Getränke-Hersteller viel kostengünstiger wurde, billige Plastik-Einwegflaschen zu verwenden als teure Rücknahme-Systeme und Waschanlagen für Mehrwegflaschen zu unterhalten.
Unser armer Globus wird gnadenlos geplündert und vermüllt, alles nur aus Geldgier und der Globalisierung zuliebe. Denn bei uns wächst ja kaum noch Essen; unser Essen – es müssen ja auch unbedingt frische Erdbeeren etc. zu Weihnachten sein – wird ohne Rücksicht auf CO2-Emissionen per Flugzeug und schmutzigsten Schiffen von der anderen Seite der Erdkugel herangeschafft...
Es ist gut, dass unser Konsumverhalten mal auf den Prüfstand gestellt und das Nachdenken darüber angeregt wird.
Dorothea Dorrio y Lois,
Scheyern
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