21 blinde und stark sehbehinderte Menschen aus ganz Deutschland haben am Wochenende an einem Fahr- und Sicherheitstraining auf dem neuen Audi-Gelände in Neuburg teilgenommen
(ty) Das war wirklich ein sehr ungewöhnlicher Kurs: 21 blinde und stark sehbehinderte Menschen aus ganz Deutschland haben am Wochenende an einem Fahr- und Sicherheitstraining auf dem neuen Audi-Gelände in Neuburg teilgenommen. Organisatoren waren Maria und Wolfgang Seitle, die in Neuburg eine Schule für Blindenhunde betreiben; der Ingolstädter Autobauer unterstützte diese Aktion.
Das Team der „Audi driving experience“ hatte ein Trainingsprogramm der besonderen Art zusammengestellt, um den blinden Kursteilnehmern ihren größten Wunsch zu erfüllen: Einmal ein Auto selbst zu steuern. Möglich wurde dieses ungewöhnliche Fahrerlebnis durch den Einsatz von zwei Fahrschulautos. „Dabei bildeten ein Blinder und seine Begleitperson jeweils ein Team; der Instruktor auf dem Beifahrersitz unterstützte bei der Steuerung und konnte bei Bedarf eingreifen“, berichtet ein Audi-Sprecher.
Weitere Programmpunkte des Trainings nahmen die Sehbehinderten als Beifahrer wahr. Bei Bremsübungen konnten sie Grenzsituationen erfahren, bei einer Offroad-Fahrt erlebten sie, wie sich das Auto im Gelände verhält. Bei der Mitfahrt mit einem Instruktor auf dem Handlings‑Parcours bekamen sie außerdem einen Eindruck über das Kurvenverhalten der Autos. Und mithilfe eines Rettungssimulators lernten sie, wie man sich als Beifahrer aus einem verunfallten Auto befreien kann. Zum Abschluss bekamen die Teilnehmer eine Präsentation des neuen Audi A3 Sportback e‑tron; dabei konnten sie die neuartige Geräuschkulisse des Plug‑in‑Hybrids hören und erleben.